Bahnlärm: Fach-Forum Bahnlärm
Hochge­schwindig­keits­verkehr und Schall­schutz
<2010-10-31>
Die Vorgaben der Verkehrs­lärm­schutz­verord­nung gelten auch für den Hoch­geschwin­dig­keits­verkehr.

Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 23.04.2009, Aktenzeichen:8 C 11025/08

Die Rechtsprechung hat die Anwendbarkeit der 16. BImSchV auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch die Berechtigung eines Lärmminderungseffekts des akustischen Schienenschleifens von 3 dB(A) unabhängig von der jeweiligen Zugart anerkannt.

So hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass die Anwendbarkeit der 16. BImSchV und der Schall 03 nicht auf den Schienenverkehr bis zu Geschwindigkeiten von 250 km/h beschränkt ist, sondern die Berechnungsgrundlagen auch speziell auf den ICE-Verkehr auf der Schnellbahnstrecke Köln-Rhein/Main mit Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h Anwendung finden.

Der Sachverständige S. hat in der mündlichen Verhandlung bestätigt, dass bei der durchgeführten schalltechnischen Untersuchung die auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main erlaubten Zuggeschwindigkeiten bis zu 300 km/h und die damit verbundenen höheren Emissionen berücksichtigt worden sind. Den bei Zuggeschwindigkeiten ab 250 km/h insbesondere im Dachbereich (Stromabnehmer) auftretenden aerodynamischen Geräuschen sei dabei zusätzlich durch einen pauschalen Zuschlag von 1 dB(A) Rechnung getragen worden.

Eisenbahnrecht, Hochgeschwindigkeitsverkehr, Schallschutz, aerodynamische Geräusche


Autor: Matthias Möller-Meinecke, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

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Lärmschutz BImSchV Bahnlärm

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